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Ausstattung

Zum Anziehen

Ich liste nur auf, was man bis Gr. 62/68 meiner Erfahrung nach braucht. Dabei erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich glaube, das man dazu neigt, eher zu viel zu haben. Dabei geht es auch mit weniger. Das ist schon wichtig, gerade wenn man sich die Sachen neu kaufen muss (oder will…)

Aufgepasst bei den Größenangaben: wie bei Erwachsenenkleidung fallen die Sachen oft sehr unterschiedlich aus! Ein Strampler in Gr. 56 kann schon am Anfang zu klein sein, ein anderer der selben Größe auch gut 4 Wochen passen. Am besten die Sachen mal aneinanderlegen, um ein Gefühl für die Größe zu bekommen.

Für ganz am Anfang:

  • 3-4 Hemdchen
  • 3-4 Jüpchen
  • 2 Strampler in Gr. 56/62 (Schaut wie er ausfällt!!)
  • 2 paar Söckchen
  • 1-2 Häubchen in Gr. 50/56 (es gibt nichts unpraktischeres, als eine zu großes Häubchen) Für den Sommer am besten aus Seide, sonst Baumwolle oder für Winterkinder Wolle/Seide oder Merianowolle.
  • einen Strampelsack. Sehr parktisch auch zum Schlafen, als Schlafsackersatz. Mit Gurtschlitzen kann man ihn auch prima im Auto verwenden, er kann nämlich nicht wie eine Decke runtergestrampelt werden. 

Für nach etwa 3-4 Wochen:

  • 2 Strampler in Gr. 62/68
  • 2-3 kurze Hemdchen in Schlupfform Gr. 62/68 (für untendrunter) oder
  • 2-3 Bodys in Gr. 62/68
  • 2-3 lange T-Shirts mit Knöpfen an der Seite (Baumwolle, Wolle/Seide oder Nikky, je nach Geschmack und Jahreszeit)
  • sowie etwas Dickeres zum Draußensein: auch hier ganz nach Geschmack und Jahreszeit, entweder zum Anziehen oder in Deckenform.

Beispielsweise für Sommerkinder:

  • leichte Strickjacke (die Oma freut sich auf Euren Auftrag)
  • leichte Baumwolldecke oder wenn´s ganz warm ist, nur ein Body und eine UV-Schutzdecke (z. B. bei Jako-O)

Beispielsweise für Winterkinder:

  • Overall mit Klappbündchen an Händen und Beinen (als Handschuh und Schuhersatz – Super Praktisch). Aus gewalkter Wolle (von Disana) oder Fleece (z. B. bei Jako-O oder Globetrotter).
  • Jacke aus gefütterter Baumwolle, gewalkter Wolle oder Fleece. Schön auch mit Kapuze
  • Immer wieder beliebt: Selbst gestrickte Hosen und Jacken
  • Dicke Socken z. B. selbst gestrickte von Oma
  • Dickere Mütze, z. B. aus gewalkter Wolle (Ihr merkt schon, ich liebe gewalkte Wollsachen, das ist eine superweiche Fleece-alternative, warm und trotzdem nicht so dicker Stoff).
  • Schlupfdecke von Bebina.
  • Schurwolldecke, Baumwoll- oder Fleecedecke (z. B. bei Jako-O)

Noch mal mein Tipp: Kauft bloß nicht zu viel, schon gar nicht unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone! Habt das Nötigste für den Anfang daheim und besorgt euch den Rest nach Bedarf. Meist bekommt man auch Unmengen geschenkt, gerade kleine Strampler sind beliebte Mitbringsel.

Zur Pflege

Zwei Schüsseln: Eine für Wasser, um das Kind am Wickelplatz zu Waschen, eine um das Kleine über den „Topf zu halten“, damit es schöner Kacka machen kann. Zur „Topf-Kacka-Geschichte“ mehr bald hier.

Mehrere Waschlappen: Ich empfehle mindestens zwei Frottee-, zwei Mull- und/oder zwei Flanellwaschlappen. Jeder dieser Sorten hat seine speziellen Vorteile und ich finde es persönlich schöner, wählen zu können. 

Feuchttücher ohne Parfüm. Das sind solche mit dem Aufdruck „sensitive“. Manchmal, besonders Nachts mag man vielleicht kein warmes Wasser holen um das Kleine mit dem Waschlappen zu reinigen. Auch wenn man Feuchttücher sonst nicht mag, finde ich es gut für den besonders eiligen Fall welche da zu haben… Wer sich den Luxus gönnen will, kann Öltücher mit Mandel- und Rosenöl verwenden – auch der Rest nur reine Naturprodukte, somit auch für Neurodermitis gefährdete Babys geeignet. Mehr Infos zu diesen tollen, aber leider etwas teureren Tüchern hier.

Babyöl ohne Parfüm und Mineralöle z.B. von Weleda. Babyöl ist auf trockene Tücher aufgetragen wunderbar geeignet um eingetrocknete Kacka vom Pops zu entfernen. Ebenso benötigt man es zur Babymassage.

Hautschutzcreme für den Po. Ich finde die Weleda Wund/Windel-schutzcreme ganz toll. Man benötigt im Falle einer Rötung wirklich nur winzige Mengen und so eine große Tube hält sicher zwei Wickelkinder lang… Ich empfehle wirklich nur dann ganz dünn Creme aufzutragen, wenn der Po rot ist. Vorsorglich cremen hilft nichts…

Trockene Tücher. Braucht man immer mal für alles mögliche. Anstatt der teuren Babytücher kann man auch Cosmetiktücher verwenden.

Mullwindeln. Wie schon oben beschrieben sind Mullwindeln wirklich sehr nützlich. Ich denke, das man wenigstens eine am Sofa (oder halt dem „Stillplatz“), eine im Bett, eine für unterwegs und drei im Schrank als Reserve haben sollte. Also sechs Mullwindeln sind auf keinen Fall zu viele...

Zum Wickeln

Für die erste Woche empfehle ich auch Stoffwindelbenutzern sich eine Packung Wegwerfwindel der Gr. 1/New Born zu kaufen. In der ersten Woche hat man besseres zu tun, als zu waschen. Zudem klebt der erste Stuhl wie die Pest. Wir haben es nicht getestet (sondern die erste Woche Wegwerfwindeln genommen), ich denke aber, das er schwer wieder rausgeht, wenn man kein Vlies verwendet.

Wie viele Stoffwindeln brauche ich?

Man benötigt etwa 8 Stoffwindeln am Tag, in der Nacht je nach Anzahl der großen Geschäfte – meist etwa ein bis zwei. (Wir hatten mal eine Nacht mit fünfmal!) In der Nacht empfehle ich wirklich nur zu wickeln, wenn das Kind eingekäckert hat. Wenn man nun alle zwei Tage wäscht, was gut hinkommt, wenn man noch andere Wäsche hinzutut, braucht man also etwa 16 Windeln. Diese brauchen aber noch Zeit zum trocknen, also sind etwa 20 Stück schon besser. Darüber hinaus können noch mehr Windeln sinnvoll sein, wenn man eine riiieessen Windeltonne hat und seltener wäscht, oder sehr schlechte Trockenmöglichkeiten (oder langsam trocknende Windeln) hat. Um den individuellen Bedarf zu ermitteln, empfehle ich erst nur 15-20 Windeln und 2 Überhosen zu kaufen. Damit kommt man auch erstmal zurecht und kann nachkaufen, was noch fehlt.

Zum Tragen

Ein Tragetuch! Meiner Meinung nach mit das schönste, was man mit Babys tun kann. Eine Wohltat für angeschlagene Nerven, wenn das Kleine mal wieder gar nicht abgelegt werden will oder vor Bauchweh und Weltschmerz weint. Super für Papas, die so Ihrem Kleinen ganz nahe sind und sich auch ein bisschen schwanger fühlen dürfen... Erst trägt die Frau – dann der Mann. Einfach nur Praktisch! Und viel billiger als ein Kinderwagen. Für Winterkinder empfiehlt sich eine Schlupfdecke, die man mit ins Tragetuch nehmen kann. Für den Tragenden ist eine Mutter (Vater-)-Kind-Jacke oder ein Poncho für zwei sehr praktisch.

Zum Wohlfühlen

  • Ein Pezi/Gymnastikball um das Kleine zum Schlafen zu bringen – das einhopsen auf dem Ball mögen viele Kinder
  • Ein Lammfell (oder Baumwollfell) als Unterlage fürs Bett oder um das Kleine tagsüber kuschelig abzulegen. Es empfiehlt sich, das Lammfell schon vor der Geburt zu kaufen und es zum Beispiel auf dem Sofa schon etwas „abzusitzen“. Dann gehen keine feinen Fussel oder lose Haare mehr ab, die das Baby dann eventuell einatmen könnte. Super ist der Lammfell, wenn die Haare ein bisschen so aussehen wie Dreedlocks (schreibt man das so? Ich meine die Filzhaarkuddeln) und das Fell ganz dicht ist. Felle mit super langen Flokaki-Teppich-ähnlichen Haaren sind nicht so geeignet und müssen erst noch plattgesessen werden.
  • Ein Stillkissen
  • Ein netter Mensch der Essen vorbeibringt, Wäsche wäscht und die Wohnung putzt und danach wieder geht!
  • Eine gute Hebamme
  • Ein Nachtlicht – zum Nachts im Bett stillen und sich besser finden
  • Eine Federwiege – das ist der pure Luxus, aber sooo schön und praktisch, wenn man keine Kraft mehr hat, um das Kleine herumzutragen. Viele lassen sich damit gut ablenken und das monotone Gehopse kommt dem des Peziballs sehr nahe (nur Rückenschonender :-)), was einige Babys sehr schlaffördernd finden.

Zum Lesen

Das Stillbuch von Hannah Lothrop oder das Handbuch für stillende Mütter! Viele Stillprobleme lassen sich durch Wissen ums Stillen vermeiden oder lindern.

Ein gutes Schlafbuch, um so viel Wissen über den kindlichen Schlaf zu haben, das einen die Stimmen aus der Verwandtschaft: „Was, es schläft noch nicht durch!?“ nichts anhaben können. Ich empfehle Schlafen und Wachen von W. Sears. Dieses Buch kann man auch im Geburtshaus ausleihen.